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Die so genannten Tiger- und Drachenländer erzeugen rund 30 Prozent des Kaffees weltweit, halten sich selbst im Konsum aber noch stark zurück. Im Gegensatz zu den tropischen Ländern, wo die Pflanzen zu jeder Jahreszeit nach einem Regen aufblühen, bestimmt in Asien der Monsun den Blüte und Erntezeitpunkt. |
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Australien:
Kenner loben die aussergewöhnlich hohe Qualität des australischen Kaffees. Er hat weniger Bitterstoffe als die meisten anderen Bohnen und ist dabei sehr mild. Manche Sorten verwöhnen die Geschmacksnerven zusätzlich mit einer feinen Kakaonote. Der wenig bekannte Australia Queensland Skybury wird von einigen Kaffeekennern wegen seines Aromas noch höher bewertet als der Blue Mountain aus Jamaika. Um so bedauerlicher ist es, dass nur geringe Mengen australischer Kaffees ihren Weg auf den Weltmarkt finden.
Australien importiert ca. 49000 t Kaffee pro Jahr. |
| Jahresproduktion |
| Jahr |
60kg Säcke |
| 2001 |
3000 |
| 2002 |
3100 |
| 2003 |
3500 |
| 2004 |
3500 |
| 2005 |
3500 |
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China:
Wieviel Kaffee die Volksrepublik tatsächlich produziert, weiss niemand genau, denn das Vertrauen in die offiziellen Statistiken ist nicht sehr gross. Experten gehen von 50000 Sack aus, eine Menge die in etwa den eigenen Bedarf Chinas deckt. Es wird daher vermutet, dass es sich bei Chinas exportierten Kaffees in Wirklichkeit um reexportierte Qualitäten aus Tansania handelt. Kaffee gilt bei den meisten Chinesen als Statussymbol für westlichen Lebensstil und Weltoffenheit. Für die meisten Menschen ist er allerdings unerschwinglich. China gilt als der kommende Absatzmarkt für Kaffee. Würde jeder Chinese täglich nur eine Tasse trinken, dürfte der derzeitige Bedarf an Rohkaffee um 65 Prozent steigen. |
| Jahresproduktion |
| Jahr |
60kg Säcke |
| 2001 |
286.666 |
| 2002 |
324.333 |
| 2003 |
385.666 |
| 2004 |
361.000 |
| 2005 |
450.000 |
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Indien:
Die südindischen Staaten zwischen dem 10. und 15. Breitengrad erzeugen eine weltweit einzigartige, von Liebhabern hochgeschätzte Spezialität: Den so genannten Monsun Kaffee. Sein Ursprung geht auf Zeiten zurück, als indische Exportgüter auf Segelschiffen noch monatelang nach Europa transportiert werden mussten. Damals waren die grünen Kaffeebohnen in den Laderäumen während der ganzen Reise einer stark erhöhten Luftfeuchtigkeit ausgesetzt und veränderten dabei nicht nur ihre Farbe ins
gelbliche, sondern auch das Aroma litt. Dampfschiffe verkürzten dann zwar die Überfahrtdauer, doch der frischer gebliebene, unveränderte Kaffee enttäuschte die Kunden. Um die alte Qualität zu reproduzieren, wurde das "Monsooning Verfahren" entwickelt. Dabei reifen die gepflückten Bohnen wochenlang unter Einfluss des Monsuns. Monsun Kaffee wird von Oktober bis Februar angeboten. Indien produziert insgesamt 3,5 Millionen Sack Robustas und Arabicas. |
| Jahresproduktion |
| Jahr |
60kg Säcke |
| 2001 |
5.016.666 |
| 2002 |
5.016.888 |
| 2003 |
4.583.333 |
| 2004 |
4.516.666 |
| 2005 |
4.583.333 |
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Indonesien:
Die wechselvolle Kaffeegeschichte der insgesamt 13.677 indonesischen Inseln begann im 17. Jahrhundert, als Holländer die ersten Arabica Bäumchen einpflanzten. Bereits 1712 wurde der erste Kaffee aus Java in Amsterdam verkauft. Doch 150 Jahre später erhielten die hochgesteckten Erwartungen der indonesischen Produzenten einen herben Dämpfer, als ein verheerender Kaffeerost sämtliche Pflanzen zerstörte. Die zahllosen kleinbäuerlichen Betriebe und grösseren Plantagen wagten jedoch einen Neuanfang mit Robusta. Er breitete sich von Ost Java auf Sumatra, Sulawsi, Bali und die anderen Kaffeeproduzierenden Inseln aus und macht bis heute 90 Prozent der Gesamternte von 6,9 Millionen Sack aus. Der viertwichtigste Kaffeeproduzent nach Brasilien, Vietnam und Kolumbien exportiert vor allem nach Europa, Japan und in die USA, liefert jedoch nur durchschnittliche Qualitäten. Zu den Ausnahmen zählt der aus Sumatra angebaute "Mandheling", der von einigen Kennern als der körperreichste Arabica überhaupt geschätzt wird. Auch der "Celebes Kalossi" von Sulawesi und die javanischen Sorten überzeugen durch reichen Geschmack und exzellentes Aroma. Zwei besonders teuere Seltenheiten gehören fast in den Bereich der Kuriositäten: Der "Luvac Kaffee" und der wurmstichige "Worm Bitten Menados". Luvac besteht aus Bohnen, die von der wildlebenden Zibetkatze nach dem
Verzehr der Kirschen unverdaut wieder ausgeschieden werden. "Worm Bitten Menados" ist ein Kaffee, der in die Erde eingegraben wird, um seine Säure zu verlieren. Dabei werden die Bohnen von Würmern angenagt. In der Tasse entwickelt er einen extrem dicken, bitter würzigen Geschmack. |
| Jahresproduktion |
| Jahr |
60kg Säcke |
| 2001 |
9.586.000 |
| 2002 |
11.367.000 |
| 2003 |
11.438.666 |
| 2004 |
11.667.500 |
| 2005 |
12.700.166 |
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Papua Neuguinea:Zwischen Kartoffeln und Bananen, tief in den Wäldern und auf Lichtungen bauen zahllose Kleinstfarmer auch Kaffee an. Fast alle Arabicas gedeihen biologisch, weil Pestizide und Kunstdünger kaum bis an jeden einzelnen Baum transportiert werden können und ausserdem für die Eingeborenen auch viel zu teuer sind. Die Gesamterntemenge liegt dennoch bei
rund einer Million Sack. |
| Jahresproduktion |
| Jahr |
60kg Säcke |
| 2001 |
1.041.000 |
| 2002 |
1.108.000 |
| 2003 |
1.147.000 |
| 2004 |
1.002.000 |
| 2005 |
1.250.000 |
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Philippinen:Einer der wenigen Produzenten, der alle vier Kaffeesorten anbaut: Robusta, Arabica, Liberica und Excelsa. Der bis vor 120 Jahren viertgrösste Kaffeeproduzent der Welt liefert nach einem katastrophalen Befall von Kaffeerost inzwischen wieder über eine Million Sack. |
| Jahresproduktion |
| Jahr |
60kg Säcke |
| 2001 |
1.871.166 |
| 2002 |
1.784.666 |
| 2003 |
1.773.166 |
| 2004 |
1.714.666 |
| 2005 |
1.764.833 |
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Vietnam:
Das Land strengt sich an, ein Kaffeegigant zu werden, nein es ist schon einer, mit ca. 10 Millionen Sack Kaffee hat Vietnam hinter Brasilien sich zum zweitgrössten Exporteur für Rohkaffee gemausert. Die war möglich durch Hilfe und Unterstützung der Weltbank. Dank Vietnam wurde ab dem Jahr 2000 eine
weltweite Überproduktion erreicht, der Preis für Rohkaffee fiel um 60%. Das klingt mehr als ehrgeizig, doch die Vietnamesen haben es immerhin geschafft, seit Beginn der kommerziellen Kaffeenutzung im Jahr 1960 die Produktionsmenge zu viertausendfachen - trotz des Vietnamkriegs. Angebaut werden hauptsächlich Robustas minderer Qualität. |
| Jahresproduktion |
| Jahr |
60kg Säcke |
| 2001 |
14.010.000 |
| 2002 |
11.658.333 |
| 2003 |
11.438.666 |
| 2004 |
11.667.500 |
| 2005 |
12.700.166 |
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