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Kaffee Anbauländer in Afrika

  Afrika liefert etwa ein Sechstel des Kaffeevolumens weltweit. Während die ostafrikanischen Produzenten Arabicas anbauen, überwiegen in den weitläufigen Plantagen Westafrikas Robustas. In den Ländern der geographischen Mitte Afrikas gedeihen beide Sorten. In arabischen Länderen spielt Kaffeeanbau keine wirtschaftliche Rolle, nur der Jemen exportiert geringe Mengen.
     
Angola Coffee 

Angola:

Im Jahr 1974 war Angola noch der viertgrösste Kaffeeproduzent, doch die Politischen Unruhen und der Anschliessende Bürgerkrieg legten die ehemals grosse Kaffeeindustrie lahm. Noch in den 80er Jahren lieferte Angola die beste Robusta - Qualität Afrikas. Anbauflächen in niedrig gelegenen Waldgebieten, ideale Durchschnittstemperaturen zwischen 24°C und 27°C, starke Regenfälle und hohe Luftfeuchtigkeit bildeten die Bedingungen für eien Kaffeegeschmack, der heute kaum noch erreicht wird. Doch politische Wirrnisse legten Ende der 80er Jahre die Produktion von ehemals 3,5 Millionen Sack praktisch lahm und liessen den Glanz bekannter Provinzen, wie Ambriz, Ambora und Novo Redondo, verblassen. Seit der unterzeichnung des Friedensvertrags im Jahre 2003 gibt es Programme zur Wiederbelebung der Kaffeeproduktion, jedoch gab es im Jahr 2003 noch immer ca. 4200 Minenfelder, welche die bemühungen erheblich erschweren.
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 55.000
2002 21.000
2003 34.000
2004 33.000
2005 31.000
     
Äthiopien Kaffee

Äthiopien:

Der Ursprung der Kaffee Pflanze "Coffea" wird im äthiopischen Kaffa vermutet. Das frühere Abessinien gilt daher als die Wiege des Kaffees. Wenn auch der Kaffee im Jemen erstmals komerziell genutzt wurde. Mit 2,8 Millionen Sack ist das Land ein bedeutente Arabica - Exporteur des Afrikanischen Kontinents. Ein Grossteil der Ernte wird als Naturkaffee vermarktet, den überwiegend kleinbäuerliche Betriebe von bis zwölf Meter hohen, Wildwachsenden Bäumen Ernten. Die Aufbereitung wird vorwiegend torcken durchgeführt. Das Aroma der Bohnen ist körperreich und fruchtig, fast weinartig. Kaffee ist nicht nur ein hohes Wirtschaftsgut, er spielt auch in der kulinarischen Kultur des Landes eine Rolle. Äthiopier backen aus dem Fleisch reifer oder auch grüner Kirschen nahrhafte Kuchen - selbst für afrikanische Verhältnisse ungewöhnliche Rezepturen. Zuletzt hat Äthopien aufsehen erregt durch eine Markenstreit mit der Kaffeehauskette Starbucks. Starbuck hat die grünen Bohnen in Äthiopien eingekauft und diese über die Fillialen in den USA unter den Markennamen der Kaffee-Regionen aus Äthiopien verkauft, als auf Iniziative der Ähtiopischen Regierung die Namensrechte für die Landeseigenen Regionen zurückfordert wurden, wurde dies erst durch Starbucks verweigert, nach langem Kampf unter mithilfe von Oxfarm, sowie durch öffentliche Bürgerproteste in den USA hat die Kette dann doch Zähneknirschend die Namesrechte freigegben um einen grösseren Imageschaden zu verhinderen. 
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 3.800.000
2002 3.756.000
2003 3.693.000
2004 2.602.833
2005 2.860.500
     
Burundi Kaffee 

Burundi:

In Burundi produzieren kleine Plantagen auf den Hochplateaus auf Anbauhöhen von 1500 - 2000m Höhe sehr aromatische gewaschene  Arabicas mit hohem Säuregehalt.
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 263.888
2002 600.000
2003 93.300
2004 600.000
2005 130.500
     
Elfenbein Küste Kaffee 

Elfenbeinküste:

Noch vor 20 Jahren konnte sich das westafrikanische Land rühmen, nach Brasilien und Kolumbien weltweit der drittgrösste Kaffeeproduzent zu sein. Doch kleinere Mitbewerber holten erfolgreich auf, während es die Farmer der Elfenbeinküste versäumten alte, unwirtschaftlich gewordene Kaffeebäume durch neue, ertragreichere zu ersetzen. Immerhin werden noch 1.4  Millionen Sack produziert, Hauptabnehmer sind Frankreich und Italien. Die geschmacklichen Qualitäten des Kaffees konnten Kenner jedoch noch nie begeistern.
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 1.870.000
2002 1.525.166
2003 1.352.666
2004 1.384.833
2005 1.466.000
     
Jemen Kaffee 

Jemen:

Aus der jemenitischen Hafenstadt Mocha am Roten Meer kam vor über 400 Jahren der erste Kaffee nach Europa, von dort trat er seinen Siegeszug rund um die Welt an und Mocha wurde zum Inbegriff für schwarzen, aromatischen Aufguss. Inzwischen werden auf den fruchtbaren Hochebenen des einzigen Kaffee - Exportierenden Landes Arabiens viele verschiedene Mokka - Sorten angebaut. Sie alle zeichnen sich durch eine fruchtig - säuerliche Note mit dem charakteristischen Schokoladen - Nachgeschmack aus. Noch heute wird der Kaffee in ähnlichen Stil wie vor 400 Jahren angebaur, getrocknet wird er oft auf den Dächern der Wohnhäuser, Etwa die hälfte der Ernten entfällt auf dei Sorte Mokka, die nach der Hafenstadt "Mokka" (bzw. Mocha & Mocca)  benannt wurde. 
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 198.500
2002 191.650 
2003 193.500
2004 171.000
2005 188.800
     
Kamerun Kaffee 

Kamerun:

Ein deutscher Offizier brachte den Kaffeeanbau 1913 nach Kamerun, später wurden dann Arabica Pflanzen aus Jamaika eingeführt, der auch den aus Jamaike bekannten Namen "Blue Mountain" trögt. Von den Plantagen in niedrig gelegenen Waldgebieten kommen milde, süssliche Arabicas, die Qualität und Charakter mit denen Südamerikas vergleichbar sind. Die besten Bohnen reifen an den Bergausläufern und auf den Plateaus im Nordwesten des Landes. Vorwiegend werden allerdings Robustas angebaut. Die Erntemenge liegt bei durchschnittlich 0,8 Millionen Sack, alle Kaffeekirschen werden nass aufbereitet.
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 1.175.000 
2002 683.000
2003 800.000
2004 900.000
2005 727.000
     
Kenia Kaffee 

Kenia:

Kenianische Spitzenkaffees duften vor allem in den Tassen deutscher Geniesser. Für die ausserst feine Säure, die exzellente Fruchtigkeit und dem vollen Körper zahlen sie auch ungleich höhere Preise als für vergleichbare Qualitäten aus Kolumbien oder Zentralamerika. Die ersten Bäume kamen im 19. Jahrhundert aus Äthiopien, doch erst zu Beginn dieses Jahrhunderts führten Missionare die wertvollen Bourbon - Bäume ein. Sie werden in 1300 Grossplantagen und von 600.000 Kleinerzeugern in Kooperativen kultiviert. Allerdings machen den Pflanzen Krankheiten und Schädlinge zu schaffen. Von einer neu eingeführten Sorte, der "Ruiri11", versprechen sich die Farmer mehr Wiederstandskraft. Die Regierung hält in der Kaffeewirtschaft alle Fäden in der Hand: Die Anbauflächen sind teilweise staatlich, und die Ernten werden unter Aufsicht bei den wöchentlichen Auktionen in Nairobi zum Teil in kleinen Partien bis zu 60 Sack versteigert. Fachleute befürchten den Verlust des typischen Qualitätsvorteils von ausgesuchten Lagen - Kaffees, wenn der Handel liberalisiert werden sollte. Das Erntevolumen liegt bei 0,85 Millionen Sack.
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 861.666
2002 865.000
2003 924.000
2004 807.000
2005 753.500
     
Kongo Kaffee 

Kongo:

Im ehemaligen Zaire wir hauptsächlich Robusta Kaffee angebaut, In der Privinz Kivu im Nordosten des Landes wird auf über 1800m Höhe Arabica kultiviert.  Er stellt eine besondere Rarität dar, denn wie kenianischer Kaffee ist er sehr ausgewogen in Säure, Körper und Aroma jedoch weniger bekannt. Der Kaffee wird vorwiegend von Kleinbauern erzeugt und ist aufgrund starker Nachfrage schwierig zu erhalten.
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 578.000
2002 534.000
2003 534.000
2004 533.000
2005 530.000
     
Madagaskar Kaffee 

Madagaskar:

Trotz sozialistischer Politik liegt die Kaffee Industrie auf der Ostafrika Vorgelagerten Insel in privaten Händen. Die Robutas sind von bester Qualität, doch der Arabica - Anbau wird verstärkt. Auch Erweiterungen der Plantagen sollen das Ernteaufkommen von 1 Million Sack steigern.
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 1.075.500
2002 1.025.333
2003 1.172.000
2004 1.129.666
2005 1.018.800
     
Ruanda Kaffee 

Ruanda:

Ruanda liefert gute Qualitäts- Kaffees aus gewaschenen Arabica- Bohnen. Politische Unsicherheit und Pflanzenkrankheiten stehen einem erfolgreichem Kaffeegeschäft in Wege.
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 306.166
2002 322.533
2003 230.000
2004 333.500
2005 310.000
     
Sambia Kaffee 

Sambia:

Aus Kenia und Tansania kommend, erreichte der Kaffee Anfang des 20. Jahrhunderts Sambia. Heute sind sowohl Riesen- als auch Perlbohnen erhältlich. Die besten sambischen Kaffees sind von guter bis sehr guter Qualität, im Geschmack ähnlich wie kenianischer Kaffee, obwohl etwas milder. Angebaut wird im Norden bei Kasama sowie unweit der Hauptstadt Lusaka.
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 96.000
2002 108.000
2003 101.000
2004 93.000
2005 75.000
     
Tansania Kaffee 

Tansania:

Ein drittel der Ernten sind Robusta Bohnen der Arabica Kaffee reicht in seiner Qualität an den von Kenia heran. Die Anbaugebiete liegen vorwieden nahe der Grenze zu Kenia am Kilimanjaro and Mt. Meru sowie südlich der Region Pare. Mit rund 1 Million Sack Jahresernte gehört das Land zu den grösseren Robusta - Produzenten. Die beste Arabica - Sorte, Bugishu, hat ein etwas leichteres Aroma als die Bourbon - Sorten aus dem bekannten Kenia.
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 968.333
2002 625.000
2003 1.026.500
2004 541.000
2005 900.850
     
Uganda Kaffee

Uganda:

Mit drei Millionen Sack gehörte das Land zu den grössten Robusta - Produzenten. Die beste Arabica - Sorte, Bugishu, hat ein etwas leichteres Aroma als die Bourbon - Sorten aus dem bekannten Kenia. In den letzen Jahren ist die Produktion jedoch auf ca. 2.6 Mio. Sack zurückgegangen.
Jahresproduktion
Jahr 60kg Säcke
2001 3.290.500 
2002 3.429.600
2003 2.514.600
2004 2.834.500
2005 2.636.120

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